Neulich im Taxi hab ich mal ein paar Fotos geschossen. Die Taxis hier sind generell sehr schön und sauber. Manche haben sogar einen kleinen Bildschirm auf dem Werbung läuft. Das Taxi in den Fotos unten hatte sogar eine Überwachungskamera!
Archiv für die Kategorie ‘Leben’
Takushii
Januar 5, 2010Würdevoller Untergang
Januar 2, 2010Mit der neuen Regierung und neuen Hoffnungen für Japans Zukunft, diskutieren wir hier privat und im Büro immer wieder die Zukunft Japans. Dabei gibt es zwei Perspektiven der Beobachtung.
Die eine ist die Perspektive der Experten. Folgt man dieser Perspektive wird klar, dass sich Japan im Abwärtstrend befindet. Die Faktoren sind bekannt und viel genannt: rapide Überalterung der Gesellschaft, seit Jahren stagnierende Wirtschaft, fehlende Zuwanderung, etc.. Um die öffentlichen Finanzen steht es auch nicht gerade gut. Das muss man sich auf der Zunge vergehen lassen: Die Schulden des japanischen Staates sind so gross wie die Bruttosozialprodukte von Grossbritanien, Frankreich und Deutschland zusammen! Unglaublich oder? Japan zahlt jedes Jahr Zinsen in der Höhe des Bruttosozialproduktes von Malaysia. Ich bin kein Experte, aber das hört sich doch relativ extrem an.
Die zweite Perspektive ist die des normalen alltäglichen Beobachters. Viele Themen konnte man bereits auf unserem Blog nachlesen. Hier noch mal einige Beispiele:
Kleine Hunde: Die kleinen Hunde verkörpern für mich das Problem der Überalterung und des fehlenden Nachwuchs. Viele junge Frauen finden nicht den Mann den sie suchen und verdienen. Viele bleiben kinderlos. Viele kaufen sich ein kleines Hündchen als Substitut. Kleine Hunde sind den Babies ganz ähnlich: man kann sie süss anziehen, man kann sie baden, man kann sie in der Nachbarschaft zeigen etc.. Mit meinen heiratswilligen Arbeitskolleginnen habe ich oft Gespräche zum Thema Hunde. Ich rate immer dringend vom Hundekauf ab.
Ausländermangel: Gerade kürzlich sass ich wieder in der vollen Yamanote Line und der Sitz neben mir blieb leer. Die subtile Ausländerphobie ist sicher nicht absichtlich oder böse gemeint. Aber sie sitzt tief, sehr tief. Ich rate meinen englischsprechenden Kollegen immer, ins Ausland zu gehen um Japan in die weite Welt zu tragen und es bei einer Rückkehr entsprechend zu bereichern. Milde ausgedrückt ist das Interesse nicht sehr gross. Ich bekomme Antworten wie „I don’t like the food. They don’t have good Japanese food abroad“ „It is so loud“ oder „I don’t speak the language well enough“.
Uninteressierte Jugend: Bei den Erwachsenen gibt es also definitiv ein fehlendes Interesse nicht nur am Ausland, sondern wahrscheinlich auch an der generellen positiven Gestaltung der Zukunft Japans. Bei der Jugend ist es wahrscheinlich noch extremer. Junge Männer drohen vor der Spielkonsole zu verblöden und junge Frauen tun dasselbe in Louis Vuitton und Prada Flagship Stores.
Man kann sich über die Lage Japans aufregen und sagen „da muss doch was gemacht werden, das kann doch nicht so weitergehen, Japan ist viel zu wertvoll“. Als grosser Japanfan stimme ich natürlich zu. Aber vielleicht muss man seine Sichtweise ändern. In unserer westlichen Kultur sind wir ja fast schon zum Fortschritt verdammt. Wir fürchten nichts mehr als den Tod, die Armut, das Unglück. Wir streben das Paradies an, den Reichtum, die Anerkennung. Japan scheint da kulturell sehr anders zu sein. Vielleicht zählen hier Werte wie ein würdevolles Leben mehr. Auch der würdevolle Tod scheint ja hier zumindest historisch gesehen akzeptabel zu sein.
Es gibt also keinen Grund traurig zu sein. Japan befindet sich in einer Art würdevollem sehr langsamen Untergang.
Benzin von der Decke
Dezember 12, 2009Um Platz zu sparen kommt das Benzin bei den meisten Tankstellen Japans von der Decke! So lassen sich die Autos unten problemlos arrangieren.

Benzin von der Decke
Neko Yoke
Dezember 8, 2009Ist Euch das schon mal aufgefallen? In Tokyos Wohnquartieren stehen oft an den Hausecken mit Wasser gefüllte 2 Liter PET Flaschen. Ich hab mich jetzt endlich mal schlau gemacht wozu das gut sein soll. Die Flaschen sollen die Katzen abschrecken. Die Sonne und Autolichter reflektieren in den Flaschen und das mögen die Katzen anscheinend gar nicht. Ich habe mir auch sagen lassen, dass inbesondere auf dem Land CD-ROMs an Schnüren aufgehängt werden, die die Krähen abschrecken sollen. Gibts das in old Europe auch?
Aufgepasst Kinder!
Dezember 4, 2009Ganz lustig, was man so sieht, wenn man durch Tokyos Strassen läuft. Neulich bot sich mir das Bild unten. Bei uns in der Nähe gibt es einen Kindergarten. Da der Kindergarten direkt an einer Hauptstrasse ist und man die Kids ja nicht immer Drinnen behalten kann, gibt es diese Spazierkutschen. Damit die Kleineren nicht auf die Strasse rennen, dürfen sie in der Kutsche fahren. Man beachte auch die “Uniform” der Kindergärtnerinnen. Es ist sehr üblich, dass die Kindergärtnerinnen hier solche Schürzen tragen. Und die Hütchen der Kids müssen natürlich auch sein
.
Lieblings-Conbini
Dezember 3, 2009Isa uns ich diskutieren gelegentlich welches der jeweilige Lieblings-Convenience Store ist. Zugegebenermassen sind alle ziemlich ähnlich. Ich persönlich finde Family Mart (Famima) am Besten. Family Mart hat einen Exklusivvertrag mit Muji. Isa findet Lawson am Besten… wegen dem Logo, dem Namen und weil es sogenannte Natural Lawsons gibt…
In Tokyo geknipst (47)
November 23, 2009Letzte Woche knipste ich mal wieder ein bisschen drauflos…
Fancy Tüten
Oktober 26, 2009Wer mit offenen Augen durch Tokyo geht, hat ein ähnliches Bild wie das unten sicher auch schon gesehen. Eine Gruppe festlich angezogener Damen oder Herren, die alle die gleiche schöne Tüte tragen. Diese Festgesellschaften kommen meistens von einer Hochzeit oder einem anderen Event.
Hier finden viele Hochzeiten in Locations statt, die exklusiv für Hochzeiten gebaut wurden. An einem Tag finden in der gleichen Location meistens gleich mehrere Hochzeiten im Schichtbetrieb statt. Dass ist nicht so wie bei uns, wo etwas gemietet und dann die Nacht durchgefeiert wird… Nein, hier ist alles zeitlich limitiert. Und natürlich von A bis Z durchgeplant und geführt. Bei uns direkt hinterm Haus gibts eine solche typische Hochzeitslocation. An einem sonnigen Wochendene ist die ganze Zeit was los. Als wir hier einzogen dachten wir schon, dass wir durch die Feiern gestört werden. Denkste. Die Feiern sind während des Tages, kurz und extrem diszipliniert (also nichts mit Braut entführen, Daddy Cool, YMCA und son Zeugs
). Das mit den Hochzeitsparties am Fliessband kann man übrigens auch wunderbar auf Hawaii beobachten. In den grossen Hotels fangen die Hochzeiten schon um 8 Uhr früh an.
Anyway, aber eigentlich wollte ich noch diese komischen Tüten thematisieren. Nach den Parties laufen alle immer mit solchen Tüten rum. Die Tüten tragen immer das Logo und das Design der jeweiligen Wedding Location. Wahrscheinlich wollen die Veranstalter so ihre Location noch ein bisschen nach Aussen tragen. Wir haben uns aber schon oft gefragt, was wohl in den Tüten drin ist… wahrscheinlich kleine Mitbringsel und Werbegeschenke…
Maid in Tokyo
Oktober 12, 2009Ich habe neulich mal gelesen, dass ein Drittel des philippinischen Sozialproduktes mit Domestic Services im Ausland erwirtschaftet wird. In Hong Kong und Singapur ist das besonders auffällig. Am Sonntag haben alle philippinischen Domestic Helpers frei und treffen sich in der Stadt. Die ganze Stadt ist voll von Filipinas! Steht man in Singapur früh auf, sieht man sie bereits in den Wohnungen und auf den Balkons der reicheren Locals und Expats am arbeiten… Auch in Tokyo ist es zumindest unter den Expats sehr üblich, Filippinas als Haushaltshilfen anzustellen. Es gibt das ganze Spektrum von der Live-in-Maid (die mit der Familie wohnt) zur einfachen Haushaltshilfe, die einmal in der Woche kommt. Wir backen kleinere Brötchen und gehören zum einfachen Ende des Spektrums. Wir haben immer nur positive Erfahrungen gemacht und sind überzeugt, dass sich dieser Luxus für alle involvierten lohnt…
自由が丘 (Jiyūgaoka): Das Beste von Tokyo
Oktober 9, 2009Neulich waren wir wieder dort und erlebten einen super schönen Tag… Jiyūgaoka! Unserer Meinung nach das Beste was Tokyo zu bieten hat. Die niedlichen kleinen Strassen, die Shops, die Restaurants, die Atmosphäre… es stimmt einfach alles hier!
Wie? Ihr wart noch nie dort??? Dann wird’s aber höchste Zeit! Jiyūgaoka ist mit der Tokyu Toyoko Line oder mit der Oimachi Line zu erreichen. Die Toyoko Line fährt von Shibuya aus Richtung Yokohama. Wir fahren von Meguro immer mit der Tokyu Meguro Line nach Oookayama und steigen dort auf die Oimachi Line um!
Wir sind übrigens nicht die Einzigen, die Jiyūgaoka super finden. Dieser Blog hier widmet sich ausschliesslich diesem Thema.

Fussgängerzone hinter dem Bahnhof

Frische Fruchtdrinks.

Strassenszene in Jiyugaoka.
Tokyo mit Baby, als Papa
Oktober 7, 2009Isa schreibt bei Gelegenheit einmal einen längeren Beitrag über Tokyo mit Baby… Von meiner Seite habe ich aber ein paar Impressionen gesammelt, die ich bei dieser Gelegenheit mal zur Schau stellen wollte. Also kurz gesagt: die Infrastruktur für Eltern mit kleinen Kindern ist hier in Tokyo einfach genial. In den meisten Toiletten gibt es Wickeltische und in den meisten grösseren Warenhäusern oder Shopping Komplexen sogenannte Family Rooms. Dort gibt es alles was man so braucht! Ach ja, was es auch oft gibt sind so kleine Sitzgelegenheiten für Baby, wenn Mama auf die Toilette muss. Das heisst kleine Stühlchen in der WC Kabine drin, damit man das Kind nicht draussen stehen lassen muss. Natürlich sind die Family Rooms auch mit diskreten Stillgelegenheiten ausgestattet. Da muss Papa dann draussen bleiben

Das Angebot in Roppongi Hills ist besonders reichhaltig. Von oben nach unten: steriles Wasser für die Flasche, Waschbecken zum Hände waschen, Windelautomat, Wickeltisch, Stillecke, ausklappbarer Babystuhl (damit Mama aufs Klo kann), Resting Area für Familien.

Nurshing?... Abgesehen von den Schreibfehlern sieht man mal wieder wie genau man es in Japan nimmt. Auf dem Plan ist sogar die Sitzbank vor dem Babyroom eingezeichnet. Aber es gibt wirklich alles!

Dieses Bild bietet sich mir immer wieder vor den Stillecken. Männer müssen draussen bleiben!

Hier steht ausdrücklich, dass Papa mit rein draf. Aber innen drin gibt noch eine separate Stillecke mit Vorhang.

Psssst!
Mikoshi Matsuri
Oktober 4, 2009Die Matsuri-Zeit ist immer noch nicht zu Ende. In Tokyo’s Strassen sieht man besondersn an Feiertagen immer wieder kleine Prozessionen bestehend aus einer traditionell gekleideten Menschenmenge, die einen kleinen Shinto-Schrein laut schreiend durch die Strassen tragen. Es ist der sogenannte Mikoshi. Es enthält gute Geister und soll der Nachbarschaft viel Glück bringen. Die Fotos unten entstanden neulich bei uns in der Nachbarschaft. Also ähnlich wie bei den Katholiken, wenn der Priester kommt und mit Kreide Zahlen und Buchstaben an die Haustür malt…

Unter der Plane ist der Mikoshi versteckt. Noch ein Schwätzchen bevor es losgeht.

Die Kleinen nehmen noch eine Stärkun zu sich bevor es losgeht.
Statisten
September 25, 2009Man sieht sie oft: die Zähler. Sie sitzen auf winzigen Stühlen, sie schwitzen, sie konzentrieren sich, sie haben keine iPods und sie zählen Passanten. Sie haben gleich mehere Zähler vor sich. Sie zählen Männer, Frauen, Westler, Hunde, etc.. Ich nehme an, private und öffentliche Institute geben die Passanten-Statistiken in Auftrag, um genau herauszufinden, wer wo durchläuft. Tokyo ist definitiv die Stadt der Passanten. Anders als in anderen Grossstädten gibt es hier nicht nur eine Fussgängerzone und eine handvoll Shopping Vierteln. Das Angebot für Fussgänger ist so gross, dass wahrscheinlich manche Firma genau wissen will, wer wo durchläuft.

Wir wurden auch mitgezählt
Shibata Denki
September 19, 2009In letzter Zeit fällt uns in unserer Umgebung hier in Tokyo immer wieder auf, wie viele Läden und Restaurants aufgrund der Rezession ihre Türen schliessen müssen. In Japan gibt es neben den grossen Konzernen sehr viele kleine Betriebe. In Tokyo fällt mir immer wieder auf, wie viele es davon gibt. Besonders bei den Elektroläden. Im Foto unten sieht man den kleinen Laden der Familie Shibata namens HighTech bei uns um die Ecke. Ich hoffe es geht noch ein paar Jahre gut! Die Shibatas und der Sohn führen den Laden mit sehr viel Liebe und Freundlichkeit. Das konnte Isa neulich direkt erleben, als sie eine einfache Glühbirne kaufte…

Shibata Denki
Hi there…
September 18, 2009In Japan gibt es ja bekanntlich sehr wenige Ausländer. Die westlichen Ausländer sind noch spärlicher gesäht… Ok ok, es ist besser als vor 20 Jahren, aber eben. Die wenigen westlichen Ausländer führen bei einem selber zu extrem komischen Verhaltensweisen. Es gibt beide Extreme.
Extrem Nummer 1: man fühlt sich als hier lebender Westler durch andere Westler gestört. Sie reden laut, sie essen beim Gehen, sie überlegen beim morgentlichen Anziehen nichts, kurz, sie passen einfach nicht ins Bild. Neulich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, hat mich ein Kanadier in der Bahn angesprochen. Er sass auf dem übernächsten Sitz und zwischen uns sass eine attraktive Dame. Wir unterhielten uns also quasi über die Dame hinweg in einem Zug in dem niemand (aber wirklich niemand) ein Wort sagt. Der Kanadier war Tourist und konnte es nicht anders wissen… aber mir war es schon ein bisschen unangenehm. Die Dame zwischen uns war jedenfalls irritiert.
Extrem Nummer 2: Man ertappt sich, wie man sich mit anderen Westlern unnötig solidarisiert. Die meisten Westler hier sind immer noch Amis oder Aussies. Da werden oft unter völlig Fremden Floskeln wie: “how ya doin’?” oder “do you work here?” ausgetauscht. Als eher reservierter Schweizer braucht es da eine gewisse Flexibilität
. Klar, man ist nicht nur in einem völlig fremden Land, sondern fast wie auf einem anderen Planeten.
Nun ja, am Besten passt das Bild unten zum eben Beschriebenen. Die Mutter aller Situationen unter fremden Westlern ist, dass man sich auf der Strasse begegnet und genau den Gesichtsausdruck unten zum Besten gibt. Man sagt nichts, man schaut aber auch nicht weg. Man presst einfach freundlich die Lippen zusammen und nickt freundlich. Als ob man sagen will “Hi there… Du bist also auch Ausländer hier… na dann take care”
Panasonic Lumix TZ-7
September 16, 2009Kauft Euch diese Kamera! Einfach genial! Ich hab sie erst seit Kurzem aber ich bin wirklich begeistert! Für eine Kompaktkamera kann die wirklich viel und die Automatik-Programme sind Spitze. Ich versteh von Fotografie gar nichts und retouchire nur mit iFoto. Hier ein paar (nicht bearbeitete) Schnappschüsse mit meiner neuen Kompaktkamera von Biccamera Yurakucho.
Strike Zone
September 15, 2009Also langsam mache ich echt eine Heiratsvermittlungsfirma auf! Hier gibt es so viele high-quality Singlefrauen… einfach unglaublich. Gut ausgebildet, gut aussehend, gut erzogen und eben “desperate”. Neulich hatte ich wieder einmal eine meiner unzähligen Unterhaltungen mit einem Grüppchen dieser Damen bei uns im Büro. Da kam das Thema darauf, was sie denn für Anforderungen an den zukünftigen haben. Es stellte sich heraus, dass die Anforderungen mittlerweile eigentlich nicht mehr so gross sind. Lustigerweise wurde das mit einer Analogie aus dem Baseball (einer der Hauptsportarten hier in Japan) zum Ausdruck gebracht. Die “Strike Zone” sei relativ gross. Für alle, die sich im Baseball nicht so gut auskennen: als Strike Zone bezeichnet man den Bereich in den der Pitcher den Ball werfen muss, damit ein Wurf als Strike gilt. Die Damen wollten also mit dieser Analogie zum Ausdruck bringen, dass die Toleranz für heiratswillige Männer relativ gross ist.

Bei Ichiro kommen so einige Damen ins Schwitzen

Strike Zone!
TGftI
September 14, 2009Thank God for the Internet. Das haben wir hier schon öfter gesagt. Da wir hier in Tokyo keinen Fernseher besitzen sind wir für unseren Entertainment Konsum aufs Internet angewiesen. Warum haben wir keinen Fernseher? Hmmm. Japanisches Fernsehen… naja. Und die Anmeldung für die Satellitenprogramme ist mir zu mühsam. Nicht mal CNN ist im Standardprogramm enthalten. Ich bekomme meine Fernsehdosis jeweils in meinem Gym, wo es im Eliptical einen eingebauten Fernseher gibt. Die meisten Filme sind im Zweikanal empfangbar, aber die DVD Rentals sind hier so günstig (ab 140 Yen für eine Woche). Besonders für Serien lohnt es sich DVDs auszuleihen. Wir schauen die Dinger dann jeweils auf unserem Freund und Helfer dem Macbook!
Aber das Internet hat auch viel zu bieten. Als wir neu waren in Japan, haben wir meistens jeden Abend noch die Nachrichten des Schweizer Fernsehens im Internet geschaut… dann haben wir RTL und VOX entdeckt. Jetzt schauen wir neben den Serien eigentlich meistens “Die Auswanderer” auf VOX. Das ist so schön amüsant und es gibt viele Paralellen zu den eigenen Erfahrungen. Man kann auch einiges über Deutsche im Ausland lernen. Aber darüber ein andermal mehr.
Japanische Herzlichkeit
September 1, 2009Einfach toll diese japanische Herzlichkeit. Als junge Eltern werden wir hier immer wieder auf der Strasse auf unsere Tochter angesprochen. “Kawaii!!!” (süss), “me ga ookii!!!” (grosse Augen) und seit neustem “hana ga takai!!!” (grosse Nase) sind die gängigsten Kommentare. Meistens sind die älteren japanischen Frauen am kontaktfreudigsten! Neulich in Musashi Koyama entstand das Foto unten mit der Handykamera einer japanischen Freundin von Isa. Die ältere Frau neben mir kam aus dem Staunen fast nicht mehr raus und wollte alle möglichen Informationen über unsere Kleine wissen…

Der in der Mitte bin ich
Diese Art von Interaktion mit den Locals erinnert mich an diese Szene aus Lost in Translation:
Happiness Realization Party
August 30, 2009Heute sind Wahlen in Japan! Neben den grossen zwei Parteien gibt es auch eine Reihe von kleineren Gruppierungen… wie zum Beispiel die Happiness Realization Party. Happiness kann nach der Definition dieser Partei hautsächlich erreicht werden durch: radikale Steuerreduktionen, die das Vermögen der Bevölkerung verdoppeln soll, Schutz vor nordkoreanischen Raketen und einer Vergrösserung der japanischen Bevölkerung auf 300 Millionen Menschen und dem weltgrössten Bruttoinlandprodukt! Hört sich eher nach Utopia Realization Party an…
Anyway, die Wahlkämpfe sind hier in Japan extrem lustig. Überall diese kleinen Busse mit winkenden Kandidaten. Laute Musik und Parolen!

Tanaka Junko sitzt wirklich in diesem Bus!

Das ist ihr Handschuh!!! Im Bus ist es wahrscheinlich schön klimatisiert!


















































