Heute sind Wahlen in Japan! Neben den grossen zwei Parteien gibt es auch eine Reihe von kleineren Gruppierungen… wie zum Beispiel die Happiness Realization Party. Happiness kann nach der Definition dieser Partei hautsächlich erreicht werden durch: radikale Steuerreduktionen, die das Vermögen der Bevölkerung verdoppeln soll, Schutz vor nordkoreanischen Raketen und einer Vergrösserung der japanischen Bevölkerung auf 300 Millionen Menschen und dem weltgrössten Bruttoinlandprodukt! Hört sich eher nach Utopia Realization Party an…
Anyway, die Wahlkämpfe sind hier in Japan extrem lustig. Überall diese kleinen Busse mit winkenden Kandidaten. Laute Musik und Parolen!
Tanaka Junko sitzt wirklich in diesem Bus!
Das ist ihr Handschuh!!! Im Bus ist es wahrscheinlich schön klimatisiert!
Das Poster unten fand ich ganz lustig. Neulich entdeckt in Jiyugaoka. Ein Hinweis der Tokyu Oimachi Line… mit einem Schulmädchen als Ausrufezeichen Rumiko kann uns sicher sagen, was genau auf diesem Plakat steht… よろしく
Man könnte jetzt den Eindruck bekommen, dass sich hier bald alles ums Bier dreht, aber im Sommer scheint Tokyo wirklich sehr damit beschäftigt zu sein. Zumindest wird extrem viel für Bier geworben. So auch wieder im Foto unten. Es handelt sich um das Beer Festa ’09 im SuidobashiGrandhotel. Wieder zu sehen: die BudGirls!!!
Einladend!
Und hier in Meguro gibt es gleich nochmal ein Beer “Festa”…
Kennt Ihr diesen Blog: the “Blog” of “Uncecessary” Quotation Marks? Auf diesem Blog werden täglich Fotos geposted, die Schilder, Schriftzüge etc. zeigen, in denen ohne Grund Anführungs- und Schlusszeichen gesetzt werden. Seit ich diesen Blog verfolge, fallen mir hier in Tokyo immer wieder Beispiele auf. Leider habe ich meine Kamera nicht immer dabei.
Werbung für Asahi Super Dry. Die "" machen das Bier irgendwie weniger trocken...
Mittlerweile ist es Sommer und die Tortur für die vielen “Salary-Men” in ihren meist schwarzen Anzügen beginnt. Tokyo liegt etwa auf der Höhe von Athen und nebst sehr heissen Temparaturen ist es hier im Sommer auch sehr feucht. Meine zu Hause schön frisierten Haare werden nach ein paar Minuten an der “frischen” Luft zu einer wirren Lockenpracht. Für einmal werde ich wohl meinen sechs-Wochen-Friseur-Rythmus, den ich mir hier nun gewohnt bin, nicht einhalten können. Es hat einfach keinen Sinn. Shimada-san, mein Stylist wird hoffentlich verstehen, dass Ausländerfrauen manchmal nicht immer der Tokyoter-Norm entsprechen.
Doch in dieser Zeit legen auch viele Tokyoterinnen ein eigenartiges Verhalten an den Tag. Die raren, von mir sehr geliebten öffentlichen Schwimmbäder werden von den Einheimischen mehrheitlich gemieden. Sonnenbaden ist für die meisten tabu! Der “Summer Bargain Sale” dagegen wird von den Tokyoterinnen heiss geliebt und ist eine willkommene Gelegenheit auch bei schwül-heissen Temparaturen ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Shopping, nachzugehen.
Ein blasser Teint scheint für die Tokyoterinnen nämlich immer noch äusserst erstrebenswert zu sein. Davon zeugen nicht nur die vielen Kosmetikprodukte mit “whithening” Effekt, die es hier überall zu kaufen gibt und mich jeweils dazu zwingen, nur Produkte mit englischem Beipackzettel zu kaufen, sondern auch die teilweise etwas sonderbare Kleidung.
Nicht nur ältere, nein auch viele junge und äusserst trendy gekleidete Frauen tragen häufig ein “Sonnenschirmchen” mit sich herum und verunstalten ihr Outfit mit Stulpen für Beine und Arme, Schals und Handschuhen.
Sommer-Sonnen-Schirme, das “Must have” für die Tokyoterin
“Office-Ladies” mit Sonnenschirm in ihrer Mittagspause in der Marunouchi Area
Hier hat ein sonngengebräunter Teint keine Chance
Übrigens, Japan ist sehr vorbildlich, was die Ökoeffizienz angeht. Dies durch das rigorose staatliche Eingreifen. So wurde beispielsweise das “Cool Biz” Programm eingeführt, das bedeutet, dass im Sommer in den Büros keine Krawatten und Jackets getragen werden sollen, um die Klimaanlagen weniger aufdrehen zu müssen. Eine sehr erfolgreiche Massnahme, wie in der Japan Times nachzulesen ist. Leider gibt es kein staatliches Programm für Frauen, das vorschreibt, im Sommer doch einfach etwas leichtere Kleidung zu tragen anstelle sich mit sonderbaren Accessoires auszustatten und sowieso, ein bisschen Sonne ist doch einfach gut fürs Gemüt.
Im Sommer ein komfortables Kleidungsstück, das von Ausländern gerne mit dem traditionellen Kimono verwechselt wird. Die Yukatas sehen ebenso schön aus, sind aber viel leichter und sommerlicher. Im August sieht man sehr viele Leute mit Yukatas auf der Strasse. Meistens befinden sie sich auf dem Weg zu den vielen abendlichen Feuerwerken (hanabi).
Die Japaner scheinen ein romantischeres Verhältnis zu Insekten zu haben als wir Westler. Das romantische Bild vom Naturfreak, der im Sommer auf Wiesen mit einem Netz Schmetterlingen hinterher rennt ist hier sehr ausgeprägt.
Hier werden Insekten besonders im Sommer und besonders von Kindern als Haustiere gehalten. Kinder lassen ihre grossen Käfer in Kämpfen gegeneinander antreten! In japanischen Supermärkten kann man die grossen Käfer mit allem was dazu gehoehrt kaufen: Käfige, Fressen und sogar Spielzeuge fuer die Käfer.
Danny Choo hat offensichtlich ähnliche Beobachtungen gemacht wie ich und ganz gute Fotos geschossen. Die Fotos von mir unten entstanden bei uns an der Strasse vor einem Blumenladen. In diesem Sinne: don’t squeeze the beetle juice!
Nur 800 Yen!
Pret a porter! Für 700 Yen ist man dabei.
Ich glaube diese Käfer sind eher für Erwachsene. Sie geben die schönen Sommergeräusche ab...
Sommerzeit ist in Japan Matsuri (Festival) Zeit. Jeder noch so kleine Shinto Schrein hat hier im Sommer ein Matsuri mit Essensständen, Spiele (z.B. Goldfische fischen) für die Kids und Zermonien oder Tanzperformances. Wie man unten sieht, wird das Thema Matsuri vielfach und gerne aufgegriffen. So auch von Kentucky Fried Chicken (KFC), einer sehr beliebten Fast Food Kette hier in Japan. Colonel Sanders trägt ein typisches Matsuri Jäckchen.
Auf der Jacke steht auch “ケンタ祭” (=Kenta Matsuri). Kenta ist die japanische Abkürzung für Kentucky Fried Chicken. In Japan liebt man Abkürzungen, besonders von Katakana (also ausländischen) Wörtern. Makku heisst beispielsweise McDonalds (von makku donarudo).
Ich schreibe ja sehr selten über das japanische Tagesgeschehen… ein Grund sind meine nicht ausreichenden Sprachkenntnisse. Ok, ich könnte die Japan Times lesen, aber das ist eben auch nicht das Gleiche.
Im Moment laeuft gerade wieder einmal ein Celebrity Skandal. Das berühmte IdolNoriko Sakai wurde wegen Drogenbesitz verhaftet. Ein riesen Ding. Sie hat ihren Zenith bereits überschritten, aber sie ist immer noch sehr bekannt. Besonders auch in Hong Kong, Taiwan und auch auf Mainland China.
Als Pop-Ikone entwickelte sie vor einigen Jahren eine Art neue Sprache, in der die lange Silbe “pii” enorm viel vorkommt. Ihr Name ist Noriko, aber sie wird überall Noripii genannt. Sie erfand neue Wörter, die eine Zeit lang sehr populär waren. Zum Beispiel sagte sie anstatt “Itadakimasu” (=”guten Appetit”, oder woertlich “ich bekomme”) “Itadaki Mammoth”. Das Mammoth sollte Groesse signalisieren. Mammoth benutzte sie auch um auszudrücken, wie glücklich sie ist. “Mammoth Urepii” heisst in ihrer Sprache “sehr happy”. “Urepii” kommt von Ureshii (= happy). Ein anderes Beispiel ist “Gochiso Samantha” anstatt “Gochisosama” (= Ausdruck der nach dem Essen vom Essenden benutzt wird).
Was…? Ihr findet das strange? That’s Japan!!!
Nun ja. Die Story endet jetzt tragisch. Bevor sich Noripii am letzten Freitag Abend der Polizei gestellt hat, hatte sie sich noch versteckt. Sie hatte ein solch reines und perfektes Image. In Wirklichkeit stammt sie aber aus einer Gangster Familie (Yakuza)…
TOKYO (AP) — A strong earthquake shook Japan’s capital and surrounding areas Sunday, halting trains and a professional baseball game, but there were no immediate reports of damage or casualties.
There was no threat of a tsunami from the quake, which was centered at a depth of 188 miles (303 kilometers) in the Izu islands off the eastern coast of Japan, the U.S. Geological Survey said.
The USGS measured the quake at magnitude 7.1, while the Japan Meteorological Agency put it at 6.9.
The quake, which rattled furniture and walls in Tokyo homes, hit at 7:56 p.m. (1056 GMT) and shook the capital region, including Ibaraki, Saitama, Tochigi and Chiba prefectures, the Japanese agency said.
A baseball game in Yokohama between the Yokohama Bay Stars and Chunichi Dragons was stopped temporarily by the umpire when the quake struck. Some high-speed bullet trains also were halted, but began running again after the shaking stopped, public broadcaster NHK said.
Japan is one of the world’s most earthquake-prone countries, and experts believe Tokyo has a 90 percent chance of being hit by a major quake over the next 50 years.
In 1995, a magnitude-7.2 quake in the western port city of Kobe killed 6,400 people.
Und jetzt ist schon das nächste Naturspektakel im Gange. Es regnet momentan ziemlich extrem und so wie es aussieht ist ein Typhoon im Anmarsch… auch das noch… frei gibts deswegen leider nicht. Nur nasse Füsse.
Das Erdbeben gerade eben ist uns voll in die Knie gefahren… so lange und recht intenstiv. Offiziell 6.9 magnitude und 4 intensity… laut der offiziellen Beschreibung des japanischen Wetterdiensts heisst das:
“Many people are frightened. Some people try to escape from danger. Most sleeping people awake. Hanging objects swing considerably and dishes in a cupboard rattle. Unstable ornaments fall occasionally.”
Das Herz klopfte ganz schön heftig eben. Wir haben definitiv nochmal die Umsetzung unserer Pläne für Notvorrat und ein Emergency Rucksack pro Familienmitglied vorangetrieben.
Neulich bestellten wir am Abend wiedermal Pizza. Wir bestellen immer bei Dominos Pizza. Seit einiger Zeit hat Dominos eine gute Online-Applikation zur Bestellung. Jetzt wurde die Online Bestellung nochmal verbessert! Und zwar mit einer amüsanten Pizza Tracking Show. Sobald man online eine Bestellung aufgibt, kann man einen auf seinen Namen, Wohnort und Bestellung massgeschneidertes Video anschauen. Man erlebt quasi “live” mit, wie die Bestellung entgegen genommen wird, wie die Pizza zubereitet wird und schliesslich wie sie ausgeliefert wird. Das Video ist natürlich generisch, aber die Produzenten haben einige Details eingebaut, damit es so aussieht als ob man live dabei ist. Zum Beispiel wird die Google Karte von der Umgebung des Bestellenden gezeigt. Auf der im Video gezeigten Bestellung steht tatsächlich dein Name und deine Bestellung. Und: die Pizza, die im Film gezeigt wird ist tatsächlich die, die ich bestellt habe! Insgesamt eine wirklich gelungene und amüsante Angelegenheit. Ich hab während meiner Bestellung ein paar Screenshots fur Euch gemacht. Ein YouTube Video dazu habe ich auch gefunden. Enjoy!
Pizza Tracking Show
Die beiden Mitarbeiterinnen der Qualitätskontrolle.
Das Pausenzeichen.
Meine Pizza kommt in den Ofen.
Meine Pizza ist fertig!
Die Qualitätskontrolle macht die letzten Checks. Man beachte meinen Namen und meine Bestellung (Brooklyn Pizza) in blau oben rechts.
Are you studying for the level 3 JLPT (Japanese Language Proficiency Test) ? Are you using the “Minna No Nihongo” textbook? Then you might be interested in something I created for my personal use, but would like to share with whoever is interested. In the files linked below, you can find flashcards of all the standard vocabulary from the second book of “Minna No Nihongo” (674 flashcards). If you print the pdf file with 2 sided print and “Flip on Long Edge”, you can cut out the flashcards. Also, if you are using flashcard software or a different word template, you can use the excel file to feed it.
On the frontside of the cards, you can find the lesson number and the English word. On the backside of the card, you can find the Japanese word in Romaji. It the word is a word, I put “I”, “II”, or “III” to indicate the verb group.
Please note that I cannot guarantee that the content is accurate and that you will pass the test because of it . Good luck with the test!
Omiyage (Souvenirs) sind in Japan sehr beliebt. Von jeder noch so kleinen Reise bringt man Freunden, Verwandten und Arbeitskollegen ein Mitbringsel. Neulich ist uns aber noch eine andere beliebte Art des Schenkens aufgefallen. Jeweils in den oberen Stockwerken grosser Department Stores wie Isetan, Takashimaya oder Seibu gibt es ganze Abteilungen, die sich auf das Schenken per Post spezialisieren. Im Beispiel unten sieht man Ausschnitte aus der Isetan Abteilung. Die Geschenke sind eher unspektakulär. Aber eben, man kauft einen Service, d.h. man muss nur den entsprechenden Zettel beim Geschenk seiner Wahl mit zum Schalter nehmen, bezahlen und schon wird das Paket verschickt…
Ich habe ja letzten Sommer schon darüber berichtet… die Pools hier in Tokyo existieren zwar, sind aber nicht so einladend. Völlig überfüllt, nur im Juli und August geöffnet, eher dreckig und eben… alle 50 Minuten müssen alle aus dem Wasser, damit der Pool nach Leichen und gefährlichen Gegenständen abgesucht werden kann. Naja, neulich war ich trotzem wiedermal zum Schwimmen da…
Es scheint ja unter unseren Lesern auch Socken Otakus zu geben… Die hier abgebildeten anti-Fusspilzsocken passen gut zu den traditionellen japanischen Flip Flops namens Zōri. Moment mal: bei den Zōri handelt es sich sogar um die original Flip Flops (recherchiert bei Wikipedia )!
Normalerweise haben die Socken zu den traditionellen Zōri nur einen Schlitz...
Neulich hatten wir ja schon mal das Thema Alkoholwerbung. Jetzt gibt es das 6% Bier “The Straight”! Momentan sind die Züge mit dieser Werbung regelrecht vollgepflastert! Man sieht immer den gleichen Herrn in verschiedenen Posen und Gesichtsausdrücken nachdem er gerade einen Schluck Bier genommen hat. Ein kaltes 6% Bier an einem heissen Sommertag… ein Schluck… ぐっ (= “ggu” in der japanischen Silben/Lautschrift)!
Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft heute am 1. August 1291 vor 718 Jahren mit dem Schwur auf dem Rütli gegründet. Für uns Grund im fernen Japan etwas nostaligsch zu werden. An dieser Stelle einen speziellen Gruss an all unsere lieben Freunde und unsere Familien! Wir vermissen Euch!
Geniesst Zürich im Sommer! Wir fühlen uns extrem priviligiert, dass wir diese tolle Stadt unsere Heimat nennen dürfen. Zürich ist definitiv die beste Stadt der Welt, gefolgt von Tokyo . In diesem Sinne: passt auf mit dem Feuerwerk!
Blick auf die Altstadt vom Grossmünster (Foto von Flickr).