Wer traut sich?

Von Mischa

Mann oh Mann, dass ist keine leichte Kost. Bei uns im Bürogebäude gibt es eine sogenannte „Tachinomiya“ was so viel heisst wie „Standing Bar“. Noch konkreter heisst das Ding „Nippon Saisei Sakaba“ = Wiederaufbau Japans Bar. Die Bar ist echt cool, so im Nachkriegslook. Sogar der Style Guru Tyler Brulé hat die Bar schon in seinem Monocle beschrieben.

Anyway, wie so viele dieser Standing Bars spezialisiert man sich hier auf Innereien = Motsu. Als ich zum ersten Mal in diese Bar geführt wurde sagte ich zu meiner Arbeitskollegin: Cool! Yakitori!. Sie hatte nur ein müdes Lächeln für mich übrig. Die Spiesse sahen super aus, aber beim Kauen stellte sich dann heraus, dass es eben allerlei Innereien sind. Ich hab dann meine Kollegin gefragt, ob sie nicht was „normales“ bestellen kann. Dann kam als nächstes Zunge… Naja.

Seit diesem Erlebnis hab ich dort immer nur Veggies und den harmlosen und extrem guten Bacon gegessen. Aber Freunde, es kommt noch dicker. Seit neustem hat die Bar ein englisches Menu! Was man da alles so findet das ist echt zu viel! Ich dachte erst, dass es sich um einen schlechten Witz handelt. Aber einige Recherchen haben in der Tat ergeben, dass dem nicht so ist, und dass diese eher exotischen Innereien gerne gegessen werden. Gerade gestern habe ich nochmal bei der gleichen Kollegin nachgefragt… „I like chicken testicles“.

Beim Klick auf das Bild unten könnt Ihr ein Teil der wahren Exotik Japans näher entdecken. Guten Appetit!

Was findet Ihr am ekligsten?

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2 Antworten zu „Wer traut sich?“

  1. Anne sagt:

    Naja, wenn man sich erinnert, dass Wurstmasse gerne in Darm steckt…
    Hirn finde ich angesichts BSE bedenklicher.
    Zum Thema passt der Uralt-Witz:
    „Was, Zunge ist heute Ihr Tagesessen – also nee, Frollein, was schon mal jemand im Mund gehabt hat esse ich nicht… Bringen Sie mir lieber ein Ei.“
    Sehr interessanter Blog, gerne gelesen!

  2. Surftipp: Aus Japan über Japan - Mediendesign Schwarz sagt:

    [...] berichtet locker und lässig von den kleinen und großen Wundern und Wunderlichkeiten aus Tokyo. Unbedingt einen Besuch wert, selten gebe ich so [...]

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