Archiv für April 2009

Handbook of Learning Life in Japan

April 29, 2009

Bei meinem Besuch neulich im Ward-Office, ist mir dieses Büchlein in die Hände gekommen: Handbook of Learning Japanese and Life in Japan. Ein gefundenes Fressen für mich. Ich hatte erst zu Hause Zeit darin zu lesen, aber ich wurde nicht enttäuscht. Ich denke es zeigt wiedereinmal das etwas verkrampfte, aber durchaus süsse und sympathische Verhältnis von Japan zum Ausland. Einfach abgefahren, was man in diesem Büchlein alles so findet! Meine Auszüge daraus sollen nicht wertend sein. Wie immer finde ich, dass wir uns in Europa einiges davon abschneiden können.(ich gehöre ja eigentlich zu den localized Ausländern, die sich durch andere Ausländer gestört fühlen :-) ). Aber die Beispiele zeigen einfach wieder einmal wie enorm anders Japan ist und wie unmöglich es wäre so ewtas in der Schweiz oder in Deutschland zu publizieren.

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Mit verheissungsvollem Manga Teil!

Neben den vielen nützlichen Tips und Tricks über das Leben in Japan, gefielen mir besonders die kleinen Exkurse, in denen auf kulturelle Unterschiede hingewiesen werden soll. Im Folgenden ein paar der besten Zitate und die lustigsten Illustrationen aus dem Buch.

Das erste Beispiel beschreibt eine Szene unter befreundeten Müttern:

Mamatomo (befreundete Mütter): The other day, one of their children did a poop in its diaper. The mother immediately apologized to the host. Ms. B (from South Korea) said she was surprised by the apology because it is natural for a child to go in a diaper. Whether or not you should apologize for a given action depends greatly on the country or region. The level of apology may differ in the same situation from country to country as well. Please pay careful attention to Japanese rules for apologies.”

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In Japan sollte man sich dafür entschuldigen!

Das nächste Beispiel ist auch krass! Eine bewusste Unterstreichung des Stereotyps:

“Nein” Sagen: In Japan, you are sometimes asked to go for a drink after work with your boss or coworkers. Very often the subjects talked about over drinks are about work. Because it is after work hours, you might think you should be able to say no if you wanted to but… (…) Although “nominikeeshion”(Anm. von mir: nomi = trinken, keeshon = cation (von Communication) = Kommunikation durch Trinken) (socializing over drinks) has been decreasing in recent years, accepting an invitation for a drink may be viewed as a type of “insurance policy” for your work.

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Will man seinen Job behalten, muss man am Abend besser mit dem Chef trinken gehen (sieht ganz so aus als ob dieser Chef etwas Wichtiges zu besprechen hat).

Das nächste Beispiel ist auch wieder sehr komisch. Im Text zum nächsten Bild geht es geht um eine Frau aus Korea, die nach der Entbindung erwartet hat, dass sie wie in Korea für eine Weile nur Suppe isst (to promote sweating and improve circulation). In Japan isst man aber nach der Entbindung normales Essen, das die Koreanerin als zu schwer empfindet. Der Text gibt den folgenden Ratschlag:

The key is balance: (…) What you need to do is to strike a balance. Ms. C (die Koreanerin) said that after she left the hospital, she had nothing but soup for a while at home.

Also: wenn du im Krankenhaus nicht das bekommst was du erwartest, dann akzeptiere, dass es anders ist und befolge deine Regeln wieder, wenn du zu Hause bist. Komisches Beispiel oder?

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Suppe oder Washoku?

Das nächste Kapitel erklärt die bekannte Wichtigkeit von körperlichem Abstand in Japan. Am Schluss des Textes dann aber doch noch ein Zugeständnis:

Greetings and distance: (…) Still it is a universal fact that the physical distance between people in love almost disappears.

Süss oder?

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Ich glaube ich versuche mal die rechte Variante und schau mal was passiert :-)

Im nächsten Kapitel geht es um Self-Introduction. Die Key Message: spiel dich in Japan nicht zu sehr auf!

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Take a bow.

Der nächste ist auch gut:

Meaning of an apology:  (…) In type A culture, apologizing means to accept one’s fault and be prepared to compensate other party. In type B culture , people consider the first step of apologizing is to acknowledge that you offended the other party. Taking responsibility is another matter. Japan is type B culture.

Da soll mal einer durchblicken… Ich sag jedenfalls in jedem Satz mindestens einmal “sumimasen” (= Entschuldigung).

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Sumimasen.

Klar, in verschiedenen Kulturen, gibt es auch unterschiedliche Auffassungen darüber, was laut ist. Das Geräusch eines zu lauten Kopfhörers und das laute Schlürfen im Soba Restaurant.

The way we feel about sounds: (…) Please note what kind of sounds offend Japanese people, and what kinds of sounds don’t. You may be able to see something that cannot be explained merely by the loudness of sound”

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Lautes Schlürfen ist ok!

Am Schluss des Hefts gibts dann wie gesagt noch ein paar Seiten Manga. Die Story handelt von einer Ausländerin, die nach Japan kommt, um die Manga Kunst zu erlernen…

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Das ist mein Daumen.

Teigaku Kyufukin

April 27, 2009

Gestern waren wir mal wieder im Ward Office. Auch dieses Mal wieder in hochoffizieller Mission. Im Rahmen des hiesigen Konjunkturprogramms bekommen alle japanischen Steuerzahler einen Cash Zustopf von 12’000 Yen. Die unter 18 und über 65-Jährigen bekommen sogar 20’000 Yen. Man munkelt, dass es sich inoffiziell um eine Art Wahlerpressung zu Gunsten der  Regierung handelt… Naja, uns ists egal und wir nehmen das Geld gerne. Leider ging das Couvert mit der entsprechenden Anzeige in unserer Post verloren (d.h. es wurde unwissentlich weggeschmissen)… So pilgerten wir also zum Kuyakusho, um sicherzustellen, dass wir die 24’000 Yen auch wirklich bekommen. Die Verständigung im Ward Office war trotz beiseitiger Sprachbarrieren wie erwartet sehr nett und produktiv!
Hmmm da fragt man sich, wie man den unverhofften Geldsegen sinnvoll einsetzen soll… Glücklicherweise gibt es da eine Webpage, auf der man Vorschläge einholen kann, wie man das Geld einzetzen soll. Mein persönlicher Vorschlag enthält ein Mathematikspiel und Duftkerzen… Naja, ich dachte eher an etwas vom Apple Store. Ob das der Japanischen Wirtschaft zu Gute kommt…? Naja, ich zahle ja Mehrwertsteuer.

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Wie soll ich meine 12'000 Yen bloss ausgeben? Ganz einfach: Name, Alter und Geschlecht eingeben...

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... und schon gehts zum persönlichen Vorschlag...

Zweite Klasse

April 27, 2009

Vor einiger Zeit habe ich das Bild unten mit meinem Handy aufgenommen. Falls jemand da draussen auf der Suche nach einem guten Namen für eine Modeboutique ist… wie wärs mit “Zweite Klasse”? In den 80er und 90er Jahren war es in Japan sehr cool, Englisch zu benutzen. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass mehr und mehr Französisch und auch Deutsch für allerlei Namen (Produkte, Shops, Werbesprüche, etc.) benutzt wird. Man will so eine gewisse Internationalität und Exotik signalisieren. Manch modebewusste Japanerin denkt sich sicher: Ist der Laden “Deuxieme Classe” gar ein Ableger eines berühmten Pariser Modegeschäfts??? Wohl kaum mit diesem Namen. Lustig ist es aber allemal :-) . Übrigens: den Laden gibts wirklich.

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Warum nicht PREMIERE CLASSE?

Achtung Herzschrittmacher!

April 25, 2009

Wiedereinmal etwas aus der Rubrik “Manner Poster”. Langsam könnte man einen ganzen Blog mit diesen Postern füllen. Mich faszinieren diese Ordnungshinweise deswegen besonders, weil Japan nun wirklich das Land ist, in dem es diese Hinweise sicher nicht braucht. Im Poster unten wird wieder auf Handy-Diskretion im Zug hingewiesen. In der Nähe der Priority Seats gilt: Handy ganz ausschalten. Ich hab mich ehrlich gesagt immer gewundert, warum es nicht reicht das Handy einfach auf lautlos zu schalten. Jetzt ist es mir klar. Im Poster unten gibt es zwei “Denkblasen”. Ich glaube die ältere Dame kommentiert in Gedanken die Manieren des jungen Herrn in der Mitte (in der Blase steht was mit manaa = Manner = Mannieren). Die jüngere Dame macht sich aber über etwas anderes Gedanken. In ihrer Denkblase steht etwas mit “peesumeekaa” = Pacemaker = Herzschrittmacher. Aha! Die Strahlung vom Handy kann den Herzschrittmacher beeinflussen!

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Peesumeekaa.

Zu teuer?

April 23, 2009

Vor einiger Zeit hat mich ein Familienmitglied auf etwas Lustiges aufmerksam gemacht. Es gibt hier eine ziemlich grosse Video/ Game Rental Kette namens “Tsutaya“. Wenn man diesen Namen schnell ausspricht hört es sich an als sage man “zu teuer” auf Bayrisch… Probierts mal aus! Wir bevorzugen hier in der Nähe einen anderen Video-Rental Store namens Geo. Der Grund: Tsutaya ist wirklich zu teuer :-) .

"zu teuer" auf Bayrisch

"zu teuer" auf Bayrisch

Ward Office

April 21, 2009

Neulich musste ich in hochoffizieller Mission ins Ward-Office. Das ist sowas wie das Rathaus oder Stadtverwaltungsgebäude. Tokyo ist ja eigentlich gar keine Stadt, sondern eine Art Präfektur Japans, die aus 23 Städten  (0der Sonderbezirken) (genannt “ku”) besteht. Wir wohnen in Shinagawa-ku. Folglich musste ich nach Oimachi (wo ich vor fast 20 Jahren jeweils zur Deutschen Schule nach Omori umsteigen musste) ins Shinagawa Ward Office (Kuyakusho).

Die Verwaltungs-Experience hier in Japan ist faszinierend. Es fängt beim absolut hässlichen (an Nordkorea anmutenden) Gebäude an (siehe Foto). In der Schweiz sind die öffentlichen Gebäude immer die schönsten. Shinagawa-ku hat einen relativ hohen Ausländeranteil (immerhin rund 3.5%), trotzdem spricht hier fast gar keiner Englisch. Alle sind natürlich sehr freundlich und hilfsbereit, aber die Sprachbarriere macht einen Besuch auf dem Ward-Office ziemlich schwierig. Bei meinem Besuch dachte ich, dass ich alles habe, was ich für einen Besuch mit möglichst wenig verbarler Kommunikation brauche, aber dem war nicht so. Zum Glück hab ich das Survival Japanisch jetzt einigermassen drauf. Mir wurde erklärt, dass ich ein riesen Formular ausfüllen muss… und zwar auf Japanisch (Kanji und alles). Nachdem ich dann zu verstehen gegeben habe, dass ich das schlichtweg nicht kann, hat mich der Beamte gefragt ob ich wenigstens Katakana beherrsche (was zum Glück der Fall ist).

Die Büroatmosphäre in diesem Ward-Office ist auch ziemlich interessant. Im Grossraumbüro gibt es pro ca. 30 Mitarbeiter nur einen PC. Das ist im vermeintlichen Land der Computer schon extrem. Von verschiedenen Leuten habe ich schon gehört, dass in Japan die Computerisierung im privaten- und Entertainment Bereich sehr weit fortgeschritten ist… in den Büros aber ist es so wie bei uns in den 80er Jahren. Das Ward-Office ist jedenfalls ein Beispiel, bei dem das voll zutrifft.

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Pyongyang oder Tokyo?

“War of the Worlds” in Yokohama

April 20, 2009

Leider hab ich sie dieses Wochenende verpasst. Aber der Augenzeuge Dominik hats berichtet: es gibt sie wirklich! Die Monsterspinnen in Yokohama! Noch bis nächsten Dienstag stolzieren diese Spinnen als mechanisches Kunstprojekt (La Machine) durch Yokohama. Das und vieles mehr gibt es als Teil der Festivitäten zum 150 Jahresjubiläum des Hafens von Yokohama noch bis im September zu sehen! Ein Ausflug nach Yokohama lohnt sich also auf jeden Fall.

Kampf der Spinnen

Kampf der Spinnen

Und hier noch in Action:

Früh-Pachinko

April 19, 2009

Ich hab ja noch nicht allzu viel über Pachinko geschrieben… aber neulich musste ich die Kamera zücken, als sich mir das Bild unten bot. Diese Leute stellen sich doch tatsächlich vor der Öffnung dieses Pachinko Ladens (um 10Uhr morgens) an, um den “besten Platz” zu ergattern. Man hat mir gesagt, dass gewisse Pachinko Maschinen besonders oft gewinnen und sich die Hardcore Pachinko Spieler extra um diese bestimmten Maschinen bemühen. Was? Du weisst nicht was Pachinko ist? Eine Art senkrechtes Flipper-Spiel, das in Japan in regelrechten extrem lauten und verrauchten Spielhöllen gespielt wird. Wikipedia beschreibt es wie immer im Detail :-)

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Was machen diese Leute wohl, wenn sie nicht um 10Uhr morgens vor einem Pachinko Laden stehen?

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Szene in einer Pachinko Spielhölle. (Foto by Or Hiltch)

Green Tea McFlurry

April 17, 2009

Neulich bei McDo: Grüntee McFlurry. McDonald’s hat ja auch sonstwo länderspezifische Menüs… hier in Japan folgt McDonalds’s offensichtlich dem Trend alles nur Erdenkliche mit dem Antioxidant Grüntee zu versetzen. Naja, ich selber trinke ihn zwar auch, aber ich finde der Grüntee gehört ins Kännchen und nicht ins Eis (oder ins Shampoo, etc.).

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Ach ja: diesem Grüntee McFlurry ist übrigens noch Oreo beigemischt. Yummy!

Segafredo – Cold Stone – Asami

April 15, 2009

So, nochmal etwas aus der Rubrik “für Touristen”. Dieser Spaziergang ist wieder etwas für schönes Wetter und Geniesser. Klar, auf Eurem Tokyo Besuch müsst Ihr all die einschlägigen Tourispots abklappern (Tokyo Tower, Asakusa, Sumida River Cruise, etc.), aber hoffentlich bleibt Euch noch Zeit, die Stadt zu Fuss zu entdecken.

Diesen Spaziergang haben wir mit unserem Besuch im Oktober gemacht. Herrlich! Ich nenne diesen Spaziergang “Segafredo – Cold Stone – Asami”. Ihr beginnt in Hiroo, der schönen Residential Area, nehmt einen Kaffee im Segafredo unterwegs und läuft dann hoch nach Roppongi Hills. Bitte beachtet die Placemarks, die ich in der Karte eingezeichnet habe. Oben in Roppongi Hills empfehle ich ein Eis bei Coldstone. Ich empfehle auch einen Besuch auf der Aussichtsplattform vom Roppongi Hills Gebäude (das höchste Gebäude weit und breit). Die Mall im Roppongi Hills ist auch nicht schlecht. Dann läuft Ihr runter ins schöne Azabu Juban. Ich empfehle einen Stop im Asami für die Frauen.

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Mit einem Klick auf das Bild gehts zur Google Map. Have fun!

Gyaru – Otaku – Oshare

April 13, 2009

Ich habe mir vorgenommen, dieser Seite noch eine Prise “Nützlichkeit” für Tokyoreisende zu verpassen. Unter dem Stichwort “für Touristen” habe ich mir vorgenommen Spaziergänge und andere nützliche Informationen über Tokyo zu publizieren.

Beginnen möchte ich mit dem Klassiker aller Tokyo Spaziergänge. Ein Highlight jedes Besuchs in Tokyo. Mit einem Klick auf die Karte unten gelangt Ihr auf die entsprechende Google Map. Der Weg beginnt und endet in Shibuya und führt nach Harajuku und Omotesando. Shibuya sollte sogar für Neulinge sehr einfach zu finden sein. In der Station einfach schön in Richtung “Hachiko” Ausgang gehen (gelbe Schilder). Dann braucht Ihr die Google Karte, die Ihr problemlos vor Eurem Trip ausdrucken könnt.

Der Titel dieses Spaziergangs ist Gyaru – Otaku – Oshare. Alle diese Begriffe kennt Ihr bereits von früheren Posts (einfach rechts im Suchfeld eingeben). Shibuya ist das Paradies der Gyaru, (Girlies) Harajuku das der Otaku  (Freaks) und Omotesando schliesslich der Oshare (Modebewussten). Ich sag nur: Check it out!

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Uniqlo

April 12, 2009

Wieder einmal ein interessanter Artikel in der Schweizer Presse über ein Japan Thema. Ich würde gerne in diesem Laden einkaufen. Nur leider ist mir alles, aber auch wirklich alles, zu klein.

Uniqlo

Uniqlo

Oshare Kei & Visual Kei

April 11, 2009

Wieder so japanische Ausdrücke. Oshare = modebewusst. Das Wort hört man oft, wenn jemand besonders gut gekleidet ist, oder spezielle Accessoires benutzt. Mir wurde das vor kurzem von meiner Japanischlehrerin gesagt, weil sie meine Manschettenknöpfe besonders “oshare” fand. Naja… Bekannt ist auch der Ausdruck Oshare-Kei (modebewusster Stil), der im Zusammenhang mit Rockbands verwendet wird. Es handelt sich um einen Unterstil des Visual-Kei zu denen wohl auch die Band Tokio Hotel gehört.

Visual Kei

Visual Kei

Blogs of the day

April 10, 2009

Kennt Ihr schon die “Blogs of the day” Liste von WordPress. Gestern habe ich bemerkt, dass wir es doch promt mal auf die Liste geschafft haben. Vielen Dank! Bei den Growing Blogs, waren wir auf Platz 80. Leider besteht absolut keine Möglichkeit zu wissen, wie die Brüder und Schwestern bei WordPress auf dieses Ranking kommen, aber man sollte dort ab und zu vorbeischauen. Dass gerade gestern die Besucherzahlen so hoch waren zeigt wieder einmal, dass gewisse Themen besonders interessieren :-) . Keine Angst, ich hab noch ein paar schlüpfrige Posts im Köcher!

Nr. 80 der wachsenden Blogs.

Nr. 80 der wachsenden Blogs.

Verklemmtes Japan

April 9, 2009

In Japan gibt es zumindest mit westlichen Augen betrachtet viel Verklemmtheit, oder poitiv ausgedrückt Diskretion. Jede Ausländerin in Japan, sollte sich spätestens beim Besuch einer öffentlichen Toilette darüber wundern. Da den Frauen hier auf öffentlichen Toiletten die Geräusche der Körperfunktionen extrem peinlich sind, ist neben jeder Toilette ein kleines Kästchen angebracht, dass ein Rauschen von sich gibt, um die anderen Geräusche zu übertönen!!! Das Kästchen heist otohime (sound princess).

Die Soundprincess!

Die Soundprincess!

Ein weiteres Beispiel sind gewisse Artikel, die die meisten Frauen einmal im Monat brauchen und die man in der Drogerie kaufen kann… Hier wird immer alles in weissen fast durchsichtigen Plastiksäcken verpackt. Ausser eben solche Artikel. Die werden in einer blickdichten Tüte verpackt, damit ja niemand sieht, was man gekauft hat. Krass oder?!

Ich denke es gibt wie immer zwei Extreme und die Welt sollte nicht schwarz/weiss, sondern möglichst bunt sein. Mich stört es jedenfalls nicht. Übrigens, nicht dass ihr jetzt auf dumme Gedanken kommt. Isa hat mich auf all das aufmerksam gemacht. Und: sie macht die Sound Princess immer an! Cultural Immersion eben :-)

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Der Beweis: Blickdichte Plastiktüte mit einschlägigem Inhalt.

Para Para Dancing

April 7, 2009

Vor einigen Monaten war ich mit ein paar Arbeitskollegen in einem Club an der Ginza namens Genius. Ein super Ort für tanzfreudige 20-30 Jährige. Es gibt in diesem Club drei Stockwerke mit 2 Tanzflächen. Eine für Techno/House und eine für R&B.

Auf der Technotanzfläche spielten sich eigenartige Szenen ab! Das Tanzpublikum führte gewisse Tanzbewegungen synchron aus und schrie dazu laut (wu, wu, wu, wooooooooooooooo, hey, hey, hey, hey). Ich glaube es handelt sich dabei um eine Art Para Para Dancing. Das folgende Video ist eine kleine Kostprobe.

Spektakulär!

April 5, 2009

So jetzt haben auch wir es endlich mal runter zum Meguro “Fluss” (ist mehr Kanal als Fluss) geschafft. Obwohl das Wetter nicht so der Hit war: die Kirschblüten sind einfach spektakulär! Wie Schnee!

Meguro Gawa Sakura Matsuri

Meguro Gawa Sakura Matsuri

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Durch die dichten Blüten erkennt man den Fluss.

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Foto Opportunity!

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Schnee?

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Die Lampions dienen übrigens als Werbefläche.

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Sieht nicht schlecht aus.

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Kirei desu neeeee!

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Lass mich vor!

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Der Fluss.

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Es wird langsam Abend.

Gyaru-O

April 5, 2009

Japan ist das Land der Subkulturen. Für jeden Style und für jeden Trend gibt es eine Gruppe von Fans. Bei den Mädels gibt es die sogenannten Gyaru (vom englischen Gal oder Girl). Die Gyaru treffen sich hauptsächlich in Shibuya und Harajuku. Ihr Markenzeichen sind tiefbraune Haut, hellbraun gefärbte und auftupierte Haare und grosse Sonnenbrillen. Wer sich die Gyaru mal aus der Nähe anschauen will, geht einfach in Shibuya ins 109 Kaufhaus. Ich empfehle den Lift bis nach oben zu nehmen und dann durch alle Stockwerke hinunter zu laufen.

Es kommt aber noch besser! Passend zu den Gyaru gibt es auch die männliche Ausführung!!! Die sogenannten Gyaru-O. Das “O” steht für das japanische Wort für Mann “otoko” 男. Passend zu den Gyaru, tragen die Gyaru-O ihre Haare auch eher lang und gefärbt. Unten ein Bild, das ich neulich an der Omotesando gemacht habe. Fazinierend dieses Land, oder? Hier noch ein Link zu ein paar prominenten Gyaru-O.

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Gyaru-O.

Verpackungsrecycling

April 3, 2009

Ein Wort, das nicht unbedingt intuitiv mit Japan in Verbindung gebracht wird. Hier wird ja alles hundertmal verpackt. In meinem Cultural Awareness Kurs habe ich gelernt, dass Japan eine “wrapping culture” ist.

Die Frauen verbringen hier Stunden damit sich für den Alltag schön zu machen. Einige meiner Kolleginnen im Büro zum Beispiel, gehen dreimal in der Woche um 7 Uhr morgens ins Gym bei uns im Bürogebäude. Nach dem Gym duschen sie sich natürlich… aber sie kommen auch schon perfekt aussehend ins Gym. Das heisst sie müssen sich zweimal herausputzen. Einmal für die Fahrt zum Gym und dann nochmal nach dem Workout.

Naja. Was mir auch immer wieder auffällt ist die Angewohnheit Taschen, die man irgendwann einmal in einer schönen Boutique bekommen hat, aufzubewahren und wiederzuverwenden. Nehmen wir an Ms. Takahashi geht aus zum Shoppen. Sie erwartet, dass sie etwas kauft und nimmt dazu eine Tasche von Tiffany’s mit, die sie mal bekommen hat, also sie sich dort etwas kaufte. So sieht es so aus, als ob sie heute schon wieder etwas von Tiffany’s gekauft hat.

ooo

Neulich in Shirokanedai: Türkise Tiffany's Tasche mit "falschem" Inhalt.

Flash Bust-up Salon

April 2, 2009

Gestern beim Vorbeilaufen Richtung Meguro Station, fiel mir diese Hausbeschriftung auf… Der Laden stand noch leer. Mal schauen was hier entsteht. Vielleicht so eine Art Schönheitsklinik.

Was hier wohl entsteht?

Was hier wohl entsteht?


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