Dieser Eintrag von Fellow-Japan-Blogger Danny Choo, hat mich doch gleich ein bisschen schokiert. Bei der Wohnungssuche wird man hier als Ausländer nicht gerade freundlich behandelt. In der unten abgebildeten Wohungsliste eines Realestate Portals, steht bei den Kommentaren in der letzten Spalte bei der Mehrheit der Einträge: 外国人不可・ペット不可, was soviel heisst wie: keine Ausländer, keine Haustiere! Bei uns wäre sowas unvorstellbar, oder!?
Aber kein Grund zur Panik. So etwas muss im kulturellen Zusammenhang betrachtet werden. Laut Danny Choo, sind viele der Landlords alte Leute, die sich eine Kommunikation auf Englisch oder mit Händen und Füssen mit den Mietern einfach nicht zutrauen. Zudem sind viele Vermieter gebrannte Kinder. Immer wieder können sich die Ausländer hier nicht an die einfachsten Regeln des Zusammenlebens halten. Auf einer dicht bevölkerten Insel sind diese Regeln wichtiger als in manchen binnen- oder grossflächigen Ländern. Im Westen pflegen wir Individualismus („wow, der tantzt aus der Reihe!“) und Toleranz („wenn ich mich jetzt beschwere, gelte ich als Spiesser“). Hier wird Gemeinschaftssinn („Ordnung muss sein“) und Respekt („hoffentlich fühlt sie sich durch mich nicht gestört!“) zelebriert. Wie alles hat das seine positiven und negativen Seiten.
Im Grossen und Ganzen werden die Ausländer hier mit grossem Respekt und Freundlichkeit behandelt. Wir fühlen uns jedenfalls Pudelwohl hier und Hausmeister kann auch kein Wort Englisch.

Appartmentliste mit wichtigen Hinweisen.
Schlagworte: Ausländerfeindlichkeit in Japan, Keine Ausländer in Japan
März 13, 2009 um 9:32 |
Ich glaube du siehst das zu positiv. Die Vermieter in Japan sind absolute abzocker – 2 Monatsmieten Geschenkgeld, 2 Monatsmieten Kaution(die oftmals nicht zurueck gezahlt wird!), Miete im Voraus zahlen, 1-2 Moantsmieten „renewal“ Gebuehr nach zwei Jahren, Maintenance fee 20,000 Yen / Monat, …, das sind so die ueblichen Dinge die sie Dir aus dem Geldbeutel ziehen.
Glaubst Du man sollte bei all dem die Klappe halten?
Und von wegen „verbrannte Kinder“; die haben meistens noch nie einen Auslaender als Mieter gehabt.
Ich habe Glueck dass mein Vermieter nicht ganz so uebel ist, und zum beispiel kein Geschenkgeld oder Renewal fee verlangt.
März 23, 2009 um 7:41 |
Aber vielleicht sollte man auch Tokyo nicht als den Standard von Japan setzen. Hier zum Beispiel ist eine Vermietung an Auslaender eher kein Problem (von der Buergschaft, die Japaner genau so brauchen mal abgesehen), Geschenkgeld und „renewal“ Gebuehr Zero ist die Regel, und wenn nach der Renovierung der Wohnung Geld uebrig bleibt, bekommt man es auch zurueck. Und da die Mieten auch nicht so hoch wie in Tokyo sind, liegen die Preise fuer Kautionen auch weit unter denen von Tokyo.