Archiv für Dezember 2008

„Freiwilliger“ Bonenkai

Dezember 31, 2008

Am Montag Abend trafen wir uns wieder mit Arbeitskollegen und Freunden zu einem weiteren Bonenkai.  Die Organisatorin nannte diesen Abend „Voluntary Bonenkai“. Diese Endjahresevents scheinen also etwas verpflichtendes  und unfreiwilliges zu haben. Nicht so an diesem „freiwilligen“ Abend mit Gaijins.

Das Restaurant Wine Chubo Nobo ist ein typisches westlich inspiriertes japanisches Restaurant. In Tokyo gibt es unzählige italienische, französische, spanische, etc. Restaurants, die einen kleineren oder grösseren japanischen Touch haben.

Die Organisatorin des Abends hatte das Course Menu für alle bestellt. Es war spektakulär! Nach zwei kleinen Tellern mit liebevoll hergerichteten Häppchen, gab es einen Salat auf gebratenen Nudeln. Dann eine Art Moussakas; unbeschreiblich gut! Als Hauptgang dann ein Eintopfgericht (onabe) mit einem Stück Fleisch, Pilzen, Lauch, Rettich (daikon), Bohnen in einer Sahnesosse mit einem Hauch von weissem Miso. Mit dem Rest der Flüssigkeit wurde dann noch eine Art Risotto in der Pfanne gekocht. Gochisosama! Hier wie immer ein paar Eindrücke.

Das Restaurant Wine Chubo Nobo in der Nähe von Ginza.

Das Restaurant Wine Chubo Nobo in der Nähe von Ginza.

Nishimoto-san, Wakayama-san, Dominik-kun, Mischa-kun, Isa-chan, Vicky-chan, Yamada-san, Miyawaki-san.

Unsere lustige Runde. Von links: Nishimoto-san, Wakayama-san, Dominik-kun, Mischa-kun, Isa-chan, Vicky-chan, Yamada-san, Miyawaki-san.

Eine der Vorspeisen.

Eine der Vorspeisen.

Sensationelles Hackfleisch Gericht mit Tomaten, Petersilie, Kartoffeln, Eigelb, Eisweiss.

Sensationelles Hackfleisch-Gericht mit Tomaten, Petersilie, Kartoffeln, Eigelb, Eisweiss und Blätterteig-Deckel.

Onabe mit Milch-Miso Suppe, Fleisch und frischem Gemüse.

Onabe mit Milch-Miso Suppe, Fleisch und frischem Gemüse.

Happy Campers Isa und Vicky.

Happy Campers Isa und Vicky.

Amazing Lunch Deals

Dezember 30, 2008

Wer schon in Tokyo war, weiss wie gut das Essen hier ist. Japan scheint die Fähigkeit zu haben ,Dinge zu kopieren und die Kopie besser zu machen als das Orginal. Es gibt ja auch mehr Michelin Sterne in Tokyo als in Paris (Tokyo ist damit die kulinarische Nummer 1 der Welt). Noch faszinierender sind aber die Preise, insbesondere zur Mittagszeit. Praktisch jedes Restaurant hat über Mittag irgendeinen speziellen Lunch Deal. So kann man auch in den besten Restaurants relativ günstig Mittagessen.

Bei uns in der Nähe gibt es so einen speziellen Ort: Das Restaurant Per Regalo. Jeden Tag (7 Tage die Woche) gibt es hier ein all-you-can-eat Lunch Buffet von 11:00 bis 15:00! Salat, Penne, Spaghetti, verschiedene Pizzen (frisch aus dem Holzofen), Fried Chicken, Fried Fish und Wochentags noch eine Drink Bar mit Kaffee, Tees und Wasser. So viel man mag! Und das alles für 1’000 JPY pro Person.  Ok der Yen ist in den letzten paar Monaten stark gestiegen, aber das ist echt günstig. Und das Essen ist frisch und gut. Für uns ist das perfekt. Wir essen in letzter Zeit mindestens einmal am Wochenende im Per Regalo.

Per Regalo in Shirokanedai

Per Regalo in Shirokanedai.

Lunch Menu

Lunch Menu.

-)

Meine erste Ladung von Dreien :-)

Back to the Future in Tokyo

Dezember 29, 2008

Die Dienstleistungsqualität in Japan ist bekanntlich legendär. Gestern hatte ich ein Erlebnis, das mich an den Film „Back to the Future“ und die westliche Dienstleistungsqualität bereits vergangener Tage erinnerte. Als Marty McFly in 1955 ankommt, sieht er eine Szene vor einer Texaco Tankstelle. Ein Auto fährt in die Tankstelle und vier uniformierte Service-Angestellte sprinten zum Auto für einen Rundumservice. Eine Dienstleistung, die uns Westlern in der heutigen Zeit etwas komisch vorkommt.

1955 in Hill Valley. Marty McFly ist erstaunt über den Tankstellenservice.

1955 in Hill Valley. Marty McFly ist erstaunt über den Tankstellenservice.

Nicht so in Japan. Gestern liefen wir bei einer Jomo Tankstelle in Shin-Urayasu vorbei und erlebten genau diese Szene. Ein Auto fährt in die Tankstelle. Die Angestellten bringen sich rennend in Positition und begrüssen den Kunden mit lauten Schreien. Der Kunde steigt aus dem Auto und übergibt das Auto den Tankstelle-Angestllten für eine Reihe von gratis Dienstleistungen (z.B. Fenster putzen). Great Scott!

Jomo Tankstelle.

Jomo Tankstelle in Shin-Urayasu.

Jomo Tankstelle. Höchste Service-Bereitschaft.

Jomo Tankstelle. Höchste Service-Bereitschaft.

JLPT Level 4

Dezember 27, 2008

Ok, ich bin nicht gerade stolz darauf. Mein Japanisch ist immer noch sehr schlecht. Nach all den Jahren. Aber ich muss jetzt doch noch von meiner Erfahrung am diesjährigen Japansese Language Proficiency Test (JLPT) erzählen. Im Sommer hat mich meine Japanisch Lehrerin nochmal versucht zu motivieren, mich aufs Level 3 vorzubereiten. Aber nach ein paar Wochen extra Motivation mussten wir dann in einem gemeinsamen „Student-Teacher“ Entscheid feststellen, dass ich das bei meinem Tempo nicht bis Dezember packe. Dass mein Japanisch so schlecht ist, weil es an Japanischen Freundinnen fehlt stimmt zwar, ist aber erstens langsam nicht mehr lustig und lenkt von der Wahrheit ab. Ich lerne zwischen meinen Lessons zu wenig. Meistens in der Bahn vor einer Japanisch Lektion. Aber (und jetzt kommts) 2009 wird alles anders! Ich sage nur: Prioritäten setzen. Bei der wirschaftlichen Lage eignet man sich besser noch ein paar Fähigkeiten an.

Naja. Zurück zum JLPT. Es war wie immer ein sonniger Dezembertag und ich traf mich schon früh mit meinem Buddy Dominik am Hachiko zur gemeinsamen Fahrt zum Testsite (beide mit Sutaba in der Hand). Getestet wurde in einer Universität namens Takachino in der Nähe von Nishi-Eifuku an der Inokashira Line. Die Organisation des Test-Events fängt schon am Bahnhof an. An jeder Ecke zwischen Bahnhof und Uni steht jemand, der den Weg weist. Wie nett! Dabei handelte es sich bei der Registrationskarte, die jeder mitbringen musste gleich auch um eine Karte, die den Weg genau beschreibt. Die Klassenzimmer der Universität waren dann sehr interessant. Bei den kleinen Tischen und Stühlen kam ich mir vor wie ein Riese.

Am Eingang der Uni.

Am Eingang der Uni.

Dann der eigentliche Test. Vokabular und Schrift 25 Minuten, Hörverständnis 25 Minuten, Grammatik 50 Minuten. Der ganze Test dauerte aber von 9:45 bis 14:00. Neben den Pausen dauerte das ganze Set-Up Prozedere extrem lang. Vor jedem Modul gab es eine sehr minuziöse Anwesenheitskontrolle und langwierige Erklärung der Regeln (rote Karte, wenn das Handy klingelt).

Der Pausenhof der Uni.

Der Pausenhof der Uni.

In Tokyo muss es duzende solcher Testsites geben und ich war erstaunt, wie viele Leute zu diesem Test erschienen. Ich hab noch nie so viele Ausländer auf einem Haufen in Tokyo gesehen (nicht mal in Roppongi). Natürlich waren die meisten Chinesen und Inder. Wir Wessis waren definitiv untervertreten, aber mir fielen die vielen Franzosen auf. Vielleicht waren die auch einfach nur am lautesten. Lustig war auch, dass es viele Kinder hatten die den Test machten. Ein anderer Kollege von mir hatte sich dazu in einer Pause per BlackBerry so geäussert: „I had to guess the answer to about 80% of the questions. And just to psych me out, they put two 9 year olds next to me“.

Das bringt uns zum Schwierigkeitsgrad. Wie in der Einleitung schon angetönt, hätte ich wohl Level 3 probieren müssen. Es war zu einfach für mich und eher peinlich angesichts der vielen mutigen Kollegen, die den Test bereits nach einem Jahr machen. Das Resultat des Tests erwarte ich übrigens im Februar. Ich lass es Euch dann wissen.

Einer der Übungstests. Ausschnitt aus dem einfachen ersten Teil.

Einer der Übungstests. Ausschnitt aus dem einfachen ersten Teil.

Sverige meets Nihon

Dezember 27, 2008

Heute pilgerten wir wiedermal „nach“ Ikea. Obwohl eigentlich bekannt ist, wie Ikea auf Standardisierung und zentralen Einkauf setzt, hat mich doch erstaunt wie absolut gleich das Ikea Warenhaus aussieht wie die, die wir aus Europa kennen. Alles vom Gebäude über den Poäng bis zum Glögg ist gleich!

Finde den Unterschied.

Finde den Unterschied.

Was auch erstaunt ist: keine Menschenmassen.  In den Ikeas, die ich kenne gibt es am Samstag immer einen riesen Andrang. Da stell ich mir die Frage ob Ikea hier erfolgreich ist. Ikea floppte in Japan bereits vor 20 Jahren (wie so viele andere westliche Unternehmen) und musste sich wieder verabschieden. 2006 dann der Wiedereinstieg. Ähnlich wie jetzt gerade bei H&M war der Andrang damals in den ersten Monaten extrem. Jeder wollte Ikea mal gesehen haben. Mein Buddy Matti lebte damals in Japan und wollte ein Babybettchen für seinen Sohn kaufen. Sie schafften es aber nicht mal mit dem Auto ins Parkhaus und mussten wieder umkehren, der Andrang war einfach zu gross. Jetzt scheint der Hype vorbei zu sein.

An was könnte das liegen? Vielleicht daran, dass Ikea-Möbel zwar für kleine Appartments perfekt sind, aber vielleicht doch wieder zu gross für japanische Appartments. Oder gibt es einfach zu viele Konkurrenten? Gerade unsere Gegend hier entlang der Megurodori ist bekannt für die vielen kleinen Möbelläden. Ok preislich hat Ikea sicher immer noch einen Vorteil. Ausser bei den Hotdogs und beim sonstigen Ikea Essen (z.B. Meatballs). In Japan bekommt man definitiv gleich preiswertes und viel besseres Essen.

Oder spielt da doch noch ein viel grundlegender Faktor mit? Nichts gegen unsere immer perfekt gestylten Hosts, aber wart Ihr schon in einer durchschnittlichen japanischen Wohnung? Ich meine keine Wohnungen oder Häuser von Reichen oder Expats. Nein? Ich auch nicht so oft und die, die ich gesehen habe waren eher  funktional (typische Wohnzimmerlampen) und eklektisch. In meinem Cultural Awareness Kurs habe ich gelernt, dass man sich in Japan nicht so oft zu sich nach Hause einlädt, wie wir das tun (knapper Platz, Überfluss an preiswerten Restaurants, etc.). Vielleicht führt das dazu, dass der Möbelkauf hier nicht so ein Ereignis ist wie bei uns.

Was passiert wohl mit H&M? Eine Kollegin im Büro äusserte sich kürzlich sehr skeptisch. Sie glaubt, dass der Hype schnell vorbei sein wird  und  die japanischen Kundinnen sehr picky im Bezug auf die Qualität sind. Die brutal langen Schlangen vor den H&Ms sind jedenfalls schon weitgehend verschwunden.

Ich denke mal die lokalen Chefs von Ikea und H&M sind zwei coole Schweden, die sich öfters bei einem Glögg über die Knacknuss Japan unterhalten. Ich bleibe jedenfalls Kunde von beiden Unternehmen. Beim einen aus persönlichen Gründen und beim anderen weil die meine Grösse haben :-) . In diesem Sinne: Tak und Skål!

Dein erstes Daim vergisst Du nie!

Dein erstes Daim vergisst Du nie!

Billig, aber passt das in eine japanische Wohnung?

Billig, aber passt das in eine japanische Wohnung?

Szene in der Bilderabteilung. Die Weltkarten wurden auf jeden Fall schon mal japanisiert.

Szene in der Bilderabteilung. Die Weltkarten wurden auf jeden Fall schon mal japanisiert.

Auf dem Rückweg mit der Keiyo Line.

Auf dem Rückweg mit der Keiyo Line.

Nicht sehr kontrastreich im Hintergrund ist der Fuji-san zu erkennen! Im Zug auf dem Rückweg.

Nicht sehr kontrastreich im Hintergrund ist der Fuji-san zu erkennen! Im Zug auf dem Rückweg.

Und nochmal etwas herangezoomt.

Und nochmal etwas herangezoomt.

Jiyugaoka Christmas

Dezember 25, 2008

Heute am Weihnachtstag habe ich mich entschieden frei zu nehmen. Meine japanischen Kollegen sind zwar grossmehrhetlich im Büro, aber an Weihnachten zu arbeiten ist trotzdem ein bisschen komisch. Da das Wetter heute schön und warm war (17 Grad), entschlossen wir uns zu einer Busfahrt die Megurodori hinunter nach Jiyugaoka. Unserer Meinung nach ist Jiyugaoka eine der schönsten Gegenden von Tokyo!

Die "Busseite" des Meguro Bahnhofs

Die "Busseite" des Meguro Bahnhofs.

Im Bus

Im Bus.

Warm und sonnig. Szene in Jiyugaoka.

Warm und sonnig. Szene in Jiyugaoka.

Typischer Laden in Jiyugaoka.

Typischer Laden in Jiyugaoka.

Der Bahnhof von Jiyugaoka.

Der Bahnhof von Jiyugaoka (mit obligatem Warenhaus).

Es ist warm.

Es ist warm.

Ach ja. Noch ein Nachtrag zum Christmas Cake. Unfreundlicherweise werden in Japan auch unverheiratete Frauen über 25 als „Christmas Cake“ bezeichnet. Der Grund: nach dem 25. will sie niemand mehr.

Letzter Tag für Christmas Cake.

Letzter Tag für Christmas Cake.

Santa Claus mit Helm

Dezember 24, 2008

Wir wünschen Euch allen schöne Weihnachten! Geniesst die Zeit und gönnt Euch ein paar entspannte Tage. Wir grüssen Euch ganz herrzlich aus dem fernen Japan. Vielen Dank auch für die zahlreichen Karten und Geschenke, die wir aus der Ferne bekommen haben. Unsere Kärtchen kommen dann wahrscheinlich erst gegen Neujahr. Stellvertretend für alle hier noch einige Impressionen von unserem Heiligabend. Es standen einige Essen und Parties zur Auswahl, aber wir haben uns entschieden einen gemütlichen Abend zu Hause zu machen. Mit alkoholfreiem Fondue!

Und dann gab es noch eine riesen Überraschung! Um 21:20 kam noch der Sami Chlaus vorbei!!! Er hatte komischerweise einen Helm an und ist seit neustem von der japanischen Post angestellt, aber ein Geschenkli hatte er trotzdem dabei! Wunderbar!

20.

Ho Ho Ho! Saint Nick neuerdings mit Helm als Postangestellter um 21:20.

クリスマスケーキ (Christmas Cake)

Dezember 24, 2008

Merry Christmas! Heiligabend in Tokyo. In Japan gibt es nur gerade ca.  3 mio (2%) Christen. Trotzdem ist Weihnachten hier ein Ereignis. Hauptsächlich natürlich ein Konsumereignis. Da das Neujahrsfest meistens im Rahmen der Familie (im Heimatdorf) stattfindet, nutzen viele Heiligabend um mit Freunden Parties zu feiern. Ein bemerkenswerter Brauch wurde mir heute auf dem Heimweg wieder bewusst: der Christmas Cake. Die britische Tradition hat in Japan ihren festen Platz. So boten sich mir heute Abend in Meguro Station diese Bilder.

Menschenmenge am Bahnhof. Was die wohl alle kaufen wollen?

Menschenmenge am Bahnhof. Was die wohl alle kaufen wollen?

Christmas Cake!

Christmas Cake!

年末ジャンボ (Nenmatsu Jumbo)

Dezember 21, 2008

Das japanische Neujahr ist wahrscheinlich das wichtigste Fest in Japan. Die ersten Tage des neuen Jahres gehören zu den wenigen Ferientagen, an denen auch wirklich nicht gearbeitet wird. Da gibt es natürlich einige wichtige Events und Bräuche, die ich auf diesen Seiten beschreiben kann. So zum Beispiel die Jahresendlotterie „Nenmatsu Jumbo„. Am Freitag habe ich in meiner Mittagspause noch schnell Kinotickets in Yurakucho gekauft. Und ich staunte nicht schlecht, als ich die Menschenmassen vor einem Häuschen mit diesem Schild gesehen habe.

Nen matsu Jumbo

Nen matsu Jumbo: Schild über der Verkaufsstelle in Yurakucho

Als ich dann am Abend wiederkam, um ins Kino zu gehen, waren noch mehr Leute vor genau dieser Verkaufsstelle. Das erstaunte, zumal es ein paar Meter weiter in beide Richtungen zusätzliche Verkaufshäuschen gab, an denen sich weitaus weniger Leute anstellten. Nach ein bisschen Research stellte sich jetzt aber heraus, dass die Leute gerne an der grossen Verkaufsstelle in Yurakucho ihre Lose kaufen, weil die Lose die hier in den letzten Jahren verkauft wurden besonders oft gewonnen haben. Die Verkausstelle in Yurakucho bringt also Glück! Hmm?! Ist irgendwie logisch, wenn hier die meisten Lose verkauft werden oder?

Anstehen in Yurakucho

Anstehen in Yurakucho. Mehrere Schlangen paralell, bis hinten.

Ob sich jemand mit dieser Logik vom Anstellen abbringen lässt? Wohl kaum.

Heute ist der letzte Tag!

Heute ist der letzte Tag!

Bōnenkai (忘年会)

Dezember 19, 2008

Dezember ist in Japan der Monat in dem fast jeden Abend irgendein Bonenkai stattfindet. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form des Nomikai. Zur japanischen Arbeitswelt gehört dazu, dass man öfter mit seinen Arbeitskollegen und vor allem mit dem Chef am Abend noch zu einem Bier oder zwei ausgeht. Als japanischer Mitarbeiter gehört man zur Firma wie ein Familienmitglied und da wird erwartet, dass man auch eine gewisse Zeit der Freizeit und des sozialen Lebens mit Arbeitskollegen verbringt. Nomikai heisst wörtlich Trink-Treffen. Der Bonenkai ist speziell fürs Jahresende gedacht. Die Zeichen für Bonenkai heissen: 忘 = bo = Vergessen, 年 = nen = Jahr, 会 = kai = Treffen.  Mit trifft sich also, um das Jahr zu vergessen. Gar nicht mal so eine schlechte Idee, zumindest für einen Teil dieses Jahres.

Als Ausländer und als Mitarbeiter einer ausländischen Firma, sind Bonenkai nicht so häufig. Gestern fand sich dann aber doch noch ein lustiges Trüppchen. Und zwar zum offiziellen HSG Alumni Treffen in Tokyo! Hopp SanGallä!

Dominik, Mischa, Alia, Hubert, Yoshi, Klaus, Daniel, Mark

Dominik, Mischa, Alia, Hubert, Yoshi, Klaus, Daniel, Mark

Ginkyō (イチョウ)

Dezember 19, 2008

Hinter diesem Wort verbirgt sich ein Symbol der Präfektur Tokyo. Es handelt sich um den Ginkgo Baum. Der Baum stammt aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird; er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 als Zierbaum gepflanzt.

In Tokyo ist der Baum allgegenwärtig. Z.B. wie hier als echter Baum:

Ginkgo Bäume in der Nähe unserer Wohnung vor ca. drei Wochen

Ginkgo Bäume in der Nähe unserer Wohnung vor ca. drei Wochen

Und als …

Stylisiertes Ginkyo Blatt als Symbol für Tokyo

...stylisiertes Ginkyo Blatt als Symbol für Tokyo.

Es gibt ihn aber auch als Gedicht. Goethe schrieb über das Blatt dieses Baumes ein Gedicht.

Meyercam in Tokyo

Dezember 9, 2008

Auf der Durchreise von London nach Australien, trafen wir gestern Abend das Ehepaar Meyer, Charley und Caroline. Wir verbrachten einen schönen Abend im Gompachi. Charley ging mit mir hier Ende 80er bis mitte 90er zur Schule und es war erfrischend, sich mal mit Professionals zu unterhalten, die keinen Bürojob haben. Charley ist erfolgreicher Kameramann (Neudeutsch: Director of Photography). Zu seiner Homepage geht es mit diesem Link. Wie es aussieht, wenn ein professioneller Fotograf fotografiert, sieht man weiter unten!

Mischa, Charley, Isa, Caroline

Mischa, Charley, Isa, Caroline

Szene in Kamakura (C. Meyer)

Szene in Kamakura (C. Meyer)

Ein Sinn für Bildkomposition (C. Meyer)

Budda im Dezember mit einem Sinn für Bildkomposition (C. Meyer)

Caroline (C. Meyer)

Caroline (C. Meyer)


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.